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Geschüttelt, nicht gerührt!
Was für ein Jahr, dieses Jahr 2011! Die Kommentare zum Jahreswechsel dürften sich in etwa gleichen: Vorherrschend war eher gedämpftes Moll, weniger heiteres Dur! Oder um es mit James Bond zu sagen: Der Jahrescocktail 2011 war – wie Bonds Lieblingsdrink, der Wodka-Martini – kräftig geschüttelt, nicht bloss sanft gerührt. Denn wohin man auch blickte: Vom Wetter bis zur Politik, von den Naturkatastrophen in Asien bis hin zu den revolutionären Umwälzungen in Nordafrika, vom mörderischen Amoklauf in Norwegen bis hin zur tiefen Eurokrise – überall schien die Welt aus den Fugen. Umbruch und Aufbruch prägten das zu Ende gehende Jahr.
Auch im Raum Davos/Klosters/Prättigau ging der Diskussionsstoff nicht aus. Das zeigt unsere «Chronik 2011». Die Zweitwohnungsproblematik blieb genauso Thema wie der ständig wachsende Verkehr oder der angespannte Finanzhaushalt der Gemeinde Davos. Freuen durfte man sich über einen ungewohnt warmen Frühling. Stattdessen schaufelte man Schnee im Sommer und wartete im viel zu warmen November sehr, sehr lange auf die weisse Pracht.
Auch 2011 wurden Kinder geboren. Es wurde gelebt, geliebt, gestorben, geheiratet, geschieden, geschwitzt und gefroren – genau wie in all den Jahren zuvor und danach. Was uns nun das bevorstehende Jahr 2012 auch bringen mag: Die Redaktion wünscht Ihnen allen, werte Leserinnen und Leser, viel Mut und Zuversicht, ein Quäntchen Glück, Gelassenheit sowie viele kleinere und grössere Freuden und dankt Ihnen für Ihre Treue zu «ünscherer Ziitig».
Marianne Frey-Hauser
Komplette Davoser Chronik 2011 als PDF Komplette Klosterser Chronik 2011 als PDF