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«Grossbaustelle» Landschaft Davos

16.06.2008 Archiv Davoser Zeitung

Eine Übersicht über die grössten Vorhaben der öffentlichen Hand

 

Es wird wieder gebaut in der Landschaft. Es wird viel gebaut. Vor allem auch die öffentliche Hand engagiert sich stark. Allen voran das Tiefbauamt, aber auch die Rhätische Bahn und der Kanton.

 

Hans Zimmermann

 

Wenn die Investitionen auch wieder in die Millionen gehen: Alle dienen sie entweder der besseren Sicherheit der Bevölkerung oder der besseren Versorgung. Besonders beim Tiefbauamt (Gemeindeingenieur Kurt Eberle) wird darauf geachtet, dass verschiedene Bedürfnisse wie zum Beispiel Abwasserleitungen und Versorgung mit Elektrizität wie auch Strassenkofferung und -belag in einem Aufwasch getätigt werden können. Sinnvolle Planung ersetzt hier enorme Kosten.

 

Neues Reservoir Flüela


Das vielleicht grösste Bauwerk ist das Reservoir Flüela. Es wird die beiden Reservoirs Flüela und Bedra ersetzen, welche seit 1912 ihren Dienst getan haben. Hatten die beiden «guten alten» Bauten noch eine Speicherkapazität von 170 Kubikmetern, so soll das neue Reservoir eine solche von 600 Kubikmetern erhalten. Notwendig sei der Bau vor allem aus drei Gründen, sagt Rolf Sigrist vom Tiefbauamt: Erstens sei für die Feuerwehr unbedingt genügend Löschwasser bereitzustellen. Zweitens müsse an die Überbauung Stillipark gedacht werden. Und drittens gelte es auch, mit neuer Technik die Hygiene des Trinkwassers zu verbessern. Die Baukosten werden zwei Millionen Franken betragen. Bis Ende Oktober soll das Werk zumindest im Rohbau fertig sein.

 

RhB-Galerie Drusatscha


Auch die Rhätische Bahn investiert kräftig in der Landschaft: Für 3,6 Millionen Franken baut sie im Drusatscha-Lawinenzug eine Lawinengalerie. Dieses Bauwerk wird ebenfalls Ende Oktober im Rohbau fertig sein. Die Bahn beseitigt damit einen der grössten Gefahrenherde zwischen Landquart und Davos. Ist es im letzten Winter zweimal knapp nicht zur Katastrophe gekommen, so beschreibt die Davoser Lawinenchronik diverse Unglücke wie etwa dasjenige vom 29. April 1917: «Die Lawine war dem fahrenden Zug in die Flanke gefallen und hatte ihn in zwei Teile getrennt. Die hinteren Wagen wurden im Schnee umgelegt und zugedeckt. Feuerwehr und internierte deutsche Soldaten vermochten den Zug zwar innert fünf Stunden wieder freizuschaufeln, doch die zehn Passagiere in den beiden Wagen konnten nur noch tot geborgen werden.»

 

Promenade und Kehrplatz


Am meisten ins Auge sticht wohl die Sanierung der Promenade vom Postplatz bis Heiligkreuz: Hier wird die Wasserleitung ersetzt, und die Abwasserleitung erhält grössere Röhren, damit auch bei starken Niederschlägen genügend Kapazität vorhanden ist. Das EWD zieht gleichzeitig einen neuen Kabelblock ein und erneuert die Beleuchtung des trassenabschnitts. Der Kanton seinerseits koffert den Strassenabschnitt neu aus. Das Werk muss bis 18. Juli fertiggestellt sein. Für die Gemeinde werden Kosten in der Höhe von 870000 Franken auflaufen. Am 25. Juli wird die Baustelle beim Spital fertiggestellt sein. Hier entsteht eine neue Bushaltestelle mit Wendeplatz. Diese Haltestelle ersetzt die bisherige an der Alberti. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass das Spital damit kundenfreundlicher erschlossen werde. Parkplätze für Besucher werden durch den Bau nicht verloren gehen, weil bisherige Personalparkplätze in die Tiefgarage (Schwesternhaus) verlagert werden. Der ganze Platz wird zudem eine neue Beleuchtung erhalten. Auch muss die ganze Kantonsstrasse um einen halben Meter in Richtung Spital verschoben werden, dies aus Gründen der Sicherheit. Die Kosten: 235000 Franken.

 

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