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Ein wahrlich beschwerlicher Weg liegt hinter den Mitgliedern der «IG Sportplatz Glaris», der Davoser Behörde und den zahlreichen freiwilligen Helfern. Am Samstag zeigte sich, dass sich das Durchbeissen gelohnt hat: Bei kaiserlichem Wetter konnte der Sport- und Spielplatz Glaris mit einem «Schüler-Grümpelturnier» und gemütlichem Beisammensein offiziell eröffnet werden.
Marlène Clemenz
Auf dem Areal des ehemaligen Schiessstandes in Glaris ist ein kleines Schmuckstück entstanden, welches nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt. Ein tausend Quadratmeter grosses Fussballfeld, eine Weitsprung- und Kugelstossanlage sowie ein Spielplatz mit Schaukeln, Rutschbahn, Wippen und «Drehbaum» laden zum vergnüglichen Bewegen und Spielen im Freien ein. In dieser Anlage steckt eine immense Portion an Eigenleistung und dementsprechend viel Herzblut. Dass der Weg zum Ziel so lange und steinig werden würde, hat wohl niemand gedacht, als im Jahre 2003 mit der Gründung der «IG Sportplatz Glaris» unter der Federführung von Christian Ambühl, Hans Meisser und Reto Keller der Startschuss zur Realisierung des Projekts erfolgte. «Viel Geduld war nötig, und nicht selten war Frust im Spiel», sagte Ambühl, Fraktionsgemeindepräsident von Glaris, bei seiner Begrüssungsansprache . «Es gab Momente, da haben wir ans Aufgeben gedacht. Aber das Durchhalten hat sich gelohnt», sprach Ambühl wohl aus der Seele aller Involvierten und Anwesenden.
Behördliche «Knacknüsse»
Die grösste Hürde, die es zu überspringen galt, war das Bewilligungsverfahren mit den kantonalen Behörden. Besonders der geringe Abstand zum Landwasser habe Anlass zu intensiven Diskussionen gegeben, so Ambühl. Zum Glück habe man sich auf einen Kompromiss einigen können: Das vom Golf-Club Davos gespendete Ballfangnetz durfte in der Gefahrenzone aufgespannt werden. «Gut hat getan, dass die Landbesitzer, die Familien Casparis und Derungs, stets hinter dem Projekt gestanden sind.» Auch Astrid Heinrich, Vorsteherin des Hochbau-Departements, ging in ihrer Rede auf die behördlichen «Knacknüsse» ein: «Ob bei der Umnutzung des Schiessstandes, den raumplanerischen Massnahmen oder bei den Finanzen – der Sport- und Spielplatz Glaris war ständiger Begleiter in den letzten sechs Jahren aktiver Politik.» Kaum ein Beitrag sei so häufig ins Budget aufgenommen und dann doch nicht benötigt worden, erzählte sie. «Umso besonders ist der heutige Moment der Eröffnung.»
Sport- und Spielplatz als Vorbild
Rund 195000 Franken hat der Sport- und Spielplatz gekostet, wovon 120000 Franken von der Landschaft und den Gemeinden Glaris, Frauenkirch und Monstein bereitgestellt wurden. Der Restbetrag geht auf das Konto zahlreicher grösserer und kleinerer Sponsoren. Zum Dank ihres Einsatzes sind alle Geldspender und freiwilligen Helfer auf einer Tafel am Geräteschuppen aufgeführt, welche die grosse Eigenleistung und die Solidarität von Klein und Gross aufzeigt. «Rund 1000 Stunden Fronarbeit stecken im Sport- und Spielplatz», peilte Keller über den Daumen. «Vom Schüler bis zum Rentner – alle haben dabei geholfen, den Weg und die Fundamente zu errichten, den Stall zu einem Geräteschuppen mit sanitären Anlagen umzubauen und die Ballfangnetze aufzuspannen.» So sieht Ambühl in diesem Projekt eine Vorbildrolle für die ganze Landschaft Davos. «Die Unterschnitter haben bewiesen, dass man mit Durchhaltewillen und Zusammenhalt trotz beschränkter finanzieller Mittel etwas bewegen kann», sagte er und sprach bei dieser Gelegenheit seinen Vorstandskollegen Meisser und Keller seinen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz aus, den auch die übrigen Anwesenden mit herzlichem Applaus quittierten.
Vielfältige Begegnungsstätte
Mit einem Plauschturnier der Schülerinnen und Schüler von Glaris, Frauenkirch und Monstein erfuhr der Sport- und Spielplatz nach einer rund fünf Jahre dauernden Bewilligungs- und einjähriger Bauphase eine gerechte Einweihung. Die IG sieht die Anlage aber noch nicht als fertiggestellt. «Gerne würden wir im Laufe der Zeit bessere Tore, einen Grill und fixe Tische bereitstellen können, wofür wir auch weiterhin um Sponsorenbeiträge froh sind», erklärte Ambühl und appellierte an Kinder wie Erwachsene: «Der Sport- und Spielplatz soll eine Begegnungsstätte für Klein und Gross, für Vereine, Familien und Freunde sein. Packt diese Chance und nützt die Anlage rege!» Die leuchtenden Kinderaugen und die ausnahmslos positiven Reaktionen der Erwachsenen liessen verheissen, dass der Wunsch Ambühls auch ohne dessen Appell erfüllt werden wird.
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