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Am vergangenen Donnerstag erfolgte die Baueingabe für das auf dem Gelände der ehemaligen Basler Heilstätte entstehende Hotel. Geplant ist ein exklusives Hotel- und Residenzenprojekt. Das Fünf-Sterne-Plus-Hotel wird nach Meinung der Initianten der Destination Davos neuen Aufschwung verleihen und neue Massstäbe im Schweizer Tourismus setzen.
Thomas Günter
«Davos startet in eine neue Dimension» – so der euphorische Titel der abgegebenen Pressemitteilung. Und in der Tat: Was auf dem Gelände der ehemaligen Basler Höhenklinik entsteht, wird Dimensionen haben, die in der Region ihresgleichen suchen dürften. Auf einer Gesamtfläche von 30000 m2 entsteht ein Hotelkomplex mit 187 Zimmern und 23 Suiten sowie 37 Wohnresidenzen. Alleine der Wellnessbereich wird über 1600 m2 umfassen. Verantwortlich für den Betrieb des neuen Luxusobjekts wird mit InterContinental Hotels & Resorts eine weltweit renommierte Hotelgruppe sein. Diese hat mit der Bauherrin, der Stillipark AG, einen Betreibervertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen.
Zukunftsweisend
Landammann Hans Peter Michel betonte gleich zu Beginn der Projektpräsentation, dass es trotz anfänglich divergierender Vorstellungen bald ersichtlich gewesen sei, dass es sich beim Projekt Stillipark um ein Vorhaben handle, das eine nachhaltig positive Wirkung für Davos haben werde. Bereits in der Volksabstimmung sei die Sondernutzungsplanung mit rund 80% Ja-Stimmen angenommen worden, was zeige, dass das Projekt breit akzeptiert werde. Davos sei auf Arbeitsplätze angewiesen (von denen rund 200 entstehen werden, Red.), und das nun vorliegende Projekt sei vom Investitionsvolumen und vom Konzept her zukunftsweisend. «Ein guter Tag für die Gemeinde», so Michel wörtlich.
Gute Voraussetzungen
Die Einreichung des Baugesuches sei der erste Schritt zur Realisation dieses touristischen Grossvorhabens, so Martin Buchli von der Stillipark AG. Die entsprechenden Verträge mit der Gemeinde hätten ohne grosse Schwierigkeiten abgeschlossen werden können, und zu Kleinem wie Grossem Landrat sei Vertrauen vorhanden. Gute Voraussetzungen also, um das mittlerweilen modifizierte Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Gegenüber dem ursprünglichen Plan sei das Hotel um etwa ein Drittel verkleinert worden, und die Wohnresidenzen seien nun dem Hotel vorgelagert, selbstverständlich aber mit diesem unterirdisch verbunden.
Grosse Investition
Urs Hoffmann von der Davoser Firma Baulink AG, welche das Vorhaben zusammen mit der HRS Hauser Rutishauser Senn AG realisieren wird, bezifferte das Investitionsvolumen des zehn Stockwerke hohen Hotelkomplexes auf 110 Millionen Franken. Dazu kommen weitere 35 Millionen Franken für die vorgelagerten Residenzen. Die Detailplanung laufe nun, so Hoffmann, mit Hochdruck. Die Rodungen seien abgeschlossen und mehrere 1000 m3 Bauschutt rezycliert worden, der nun wieder Verwendung findet.
Plus für Kongressstandort
Alle Beteiligten gehen davon aus, dass das erste Fünf-Sterne-Plus-Hotel oberhalb des Davosersees wesentlich zur Sicherung des Kongressstandortes Davos beitragen wird. Von einer grossen Bereicherung für Davos spricht WEF-Gründer Klaus Schwab. «Die Konzeption ist grossartig, die Lage einmalig. Die ganze Davoser Bevölkerung und vor allem das World Economic Forum werden von diesem neuen und weltweit ausstrahlenden Akzentpunkt profitieren.» Doch auch das regionale Gewerbe dürfte zu den Gewinnern gehören. Für Urs Hoffmann ist klar, dass so viele Aufträge wie möglich an das heimische Gewerbe vergeben werden sollen.
Residenzen bereits gefragt
Obwohl die Eröffnung des «Stilliparks» auf Ende 2011 geplant ist, besteht für die 37 Residenzen der Pressemitteilung zufolge bereits heute eine erfreuliche Nachfrage. Zur Auswahl stehen 21⁄2-, 31⁄2- und 41⁄2-Zimmer-Wohnungen, deren Eigentümern alle Serviceleistungen des Hotels zur Verfügung stehen und die auch den «Spabereich» benutzen können. Der Verkauf der Residenzen, welche ab einer Million zu haben sein werden, beginnt im November dieses Jahres. Der offizielle Baubeginn ist im nächsten Frühjahr. Im Herbst 2011 soll das Bauwerk mit seiner schuppenartigen Messingverkleidung fertiggestellt sein.