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Bei einer Stimmbeteiligung von stolzen 52 Prozent haben über 70 Prozent der Urnengänger der Initiative zur Freihaltung des Englischen Eisfeldes zugestimmt. Der Voranschlag der Landschaft Davos Gemeinde wurde mit über 80 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen
Thomas Günter
Ein derart deutliches Ergebnis war selbst von den Initianten der mit beachtlichen 1687 Unterschriften eingereichten Volksinitiative «zur ungeschmälerten Erhaltung des offenen Eisfeldes und Sommersportfeldes auf der Englischen Eisbahn, Verschiebung des Standortes der Curlinghalle» nicht erwartet worden.
«Riesige» Freude
Sie «freue sich riesig», betonte Heidi Wallner, Mitglied des Initiativkomitees. Der überaus deutliche Entscheid von 70 Prozent Ja-Stimmen bei rekordhoher Stimmbeteiligung zeige, dass es in Davos noch Leute gebe, die «etwas überlegen» und sich von gesundem Menschenverstand leiten liessen. Mit der Zustimmung zur Initiative bleibe ein wichtiges Stück von Davos vor einer Überbauung bewahrt und für die Allgemeinheit erhalten.
Wallner führt das glänzende Ergebnis auch darauf zurück, dass die Initianten im Gegensatz zu den Befürwortern des nunmehr abgelehnten Standortes in ihrer Abstimmungskampagne immer sachlich, fair und offen argumentiert hätten.
Nicht überraschend
Vom Abstimmungsergebnis als solchem wenig überrascht zeigte sich Dr. Christian Mattli, Präsident des Curling-Clubs Davos. In dieser Deutlichkeit hätte er den Entscheid allerdings «nicht erwartet», so Mattli. Es sei ihm bewusst, dass der Souverän nicht Nein gesagt habe zu einer Curlinghalle als solcher. Allerdings sei nun dennoch das Thema Curlinghalle für die nächsten 10 bis 15 Jahre «vom Tisch».
Pro memoriam: Der Grosse und der Kleine Landrat sind anlässlich verschiedener Beratungen und erhandlungen mit den beteiligten Organisationen zum Schluss gekommen, dass als Standort einer Curlinghalle lediglich das Englische Eisfeld zur Verfügung stehe. Entsprechend ersuchte die Regierung in der Abstimmungsbotschaft denn auch, die bereits vom Grossen Landrat mit 1 zu 13 Stimmen verworfene Initiative abzulehnen. Auch die Davos Destinations-Organisation (DDO) zeigte sich im Vorfeld der Abstimmung überzeugt, dass das «Englische Eisfeld» der idealste Standort für die Errichtung einer Curlinghalle sei, weil dort effizient Synergien mit der Kunsteisbahn und der Eisbearbeitung sowie mit dem HCD genutzt werden könnten.
Keine Alternative
Man habe in den letzten rund 10 Jahren alle möglichen Standorte geprüft und keine valable Alternative zum «Englischen Eis» gefunden, so Curling-Club-Präsident Mattli. Zudem stünden die Gelder des Gönners definitiv nicht mehr zur Verfügung. Der Sponsor habe nun über zwei Jahre auf die Realisierung einer Curlinghalle gewartet. Für den Curling-Club Davos ändere sich allerdings kaum etwas. Man werde weiterhin auf dem offenen Feld Curling spielen. Hingegen sei die Chance vertan, Curlingturniere nach Davos zu bringen. Internationale Teams müssten heute Gewissheit haben, ihre Turniere auch tatsächlich austragen zu können – und dies sei eben nur in einer Halle möglich, so Mattli.
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