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Formelle Annahme der Madrisa-Millionen

05.06.2008 Archiv Klosterser Zeitung

Ausserordentliche Generalversammlung der Klosters-Madrisa Bergbahnen AG

 

Die ausserordentliche Generalversammlung hatte den formellen Beschluss zu fassen, dass die Gemeinde Klosters-Serneus neu mit zusätzlichen 2 Millionen Franken oder 8000 Aktien zu 250 Franken an der Unternehmung beteiligt ist und dass sie neu zwei Sitze im Verwaltungsrat hat. Zudem liess sich der Verwaltungsrat durch eine Statutenänderung die Kompetenz geben, das Geschäftsjahr selber festlegen zu können.

 

Trotz dieser eher trockenen Materie fanden am 31. Mai 2008, der Verwaltungsrat eingerechnet, 109 Aktionärinnen und Aktionäre den Weg auf die Saaseralp. VR-Präsident Chris­tian Hew zog die Geschichte auch nicht in die Länge. Nach knapp einer Stunde waren die Beschlüsse unter Dach und Fach. Als Erstes galt es, die Kapitalerhöhung um 2 Millionen Franken unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zugunsten der Gemeinde Klosters-Serneus zu genehmigen. Damit beträgt das Aktienkapital der Gesellschaft neu 10 Millionen Franken. Als Zweites musste der Artikel 13 der Statuten angepasst werden, der nun wie folgt lautet: «Der Verwaltungsrat besteht aus fünf bis neun Mitgliedern; im Sinne von Art. 762 OR werden davon zwei Mitglieder von der Gemeinde Klosters-Serneus und ein Mitglied von der Gemeinde Saas bezeichnet.» Zum Dritten stellte der Verwaltungsrat eine Änderung des Artikels 19 Abs. 1 der Statuten zur Abstimmung. Darin wird festgelegt, dass neu der Verwaltungsrat das Geschäftsjahr festlegt. Bisher oblag dies der Generalversammlung. Alle drei Anträge wurden einstimmig gefasst und vom anwesenden Notar entsprechend zur Kenntnis genommen.
Unter Punkt fünf konnte Christian Hew den neuen zweiten Vertreter der Gemeinde Klosters-Serneus im Verwaltungsrat, Dr. Riet Theus, vorstellen. Er wird zusammen mit Gemeindepräsident Rudolf Hübscher das von der Urnenabstimmung festgelegte Mandat ausüben. Ebenfalls sind neu im Team Dorothee Danuser, die anstelle von Daniela Bert als Assistentin des Geschäftsleiters angestellt wurde. Patrick Gabathuler, der die Ausbildung zum Seilbahnfachmann mit der entsprechenden Prüfung mit Erfolg abgeschlossen hat, hat neu die technische Leitung des Bahnbetriebes unter sich. Im Weiteren liess der VR-Präsident verlauten, dass die offizielle Generalversammlung am Samstag, 27. September 2008, auf Madrisa stattfinden wird.
 

Ausserordentlich gutes Geschäftsjahr


Yves Bugmann, Finanzchef der Davos Klosters Bergbahnen AG (Muttergesellschaft) und Verwaltungsrat der BKM, konnte, obwohl der Geschäftsabschluss noch nicht definitv vorliegt, von einem erfolgreichen Geschäftsjahr berichten. Im Sommer 2007 stiegen die Ersteintritte bei der Madrisabahn um 42 Prozent gegen­über dem Vorjahr. Der Verkehrsertrag stieg um 2,4 Prozent. Im Winter 2007/08 stiegen die Ersteintritte gegenüber dem ausnehmend schlechten Vorjahr um rund 70 Prozent. Im Vergleich dazu stiegen die Ersteintritte bei der Gotschnabahn um 10, bei der Parsennbahn um 30 Prozent. Das finanzielle Ergebnis zeigt eine markante Steigerung sowohl bei den Verkehrseinnahmen wie beim Ertrag der Gastronomie. Das EBITDA von 1,6 Millionen und der Cashflow von 1,4 Millionen lassen einen Betriebsgewinn von rund einer halben Million Franken erwarten. Ein Resultat, das sich nicht alle Jahre wiederholen wird.

 

Mit Arbeiten starten


Wie Betriebsleiter Hacher Bernet ausführte, werden noch diesen Sommer die künstliche Beschneiung des Kinderlandes und dann der restlichen Teile im Sommer 2009 fertig gestellt. Das Räumen der Pisten von Steinen, wie es im Pistenverbesserungs-Plan festgelegt ist, bedarf noch der Bewilligung verschiedener Amtsstellen. Falls diese vorliegen, soll noch im Herbst mit den diesbezüglichen Arbeiten begonnen werden, die dann in den Sommermonaten der kommenden Jahre weitergeführt werden. Einmal mehr verwies Hacher Bernet darauf, dass es sich bei der Zügenhüttli-Sesselbahn um eine neue Anlage handelt, die aus Kostengründen nicht mit dem modernsten Komfort ausgerüstet ist. Trotzdem brachte diese Anlage nicht nur eine markante Steigerung der Frequenzen gegenüber dem früheren Schlepplift, sondern trug auch zu einer Frequenzsteigerung beim Madrisalift bei. Für den bald beginnenden Sommer sind eine Grossleinwand während der EURO 08, die erneute Promo­tion der Madrisa-Rundtour zusammen mit der Schafbergbahn in Gargellen und die Bereitstellung der fertigen Teile des Madrisa-Landes geplant. Kritik eines Aktionärs musste der Betriebsleiter wegen der Schnee­töffs für Kinder entgegennehmen, die im Winter zu einer Attraktion geworden waren. Er befürchtet einen schlechten Einfluss auf die Erziehung in Bezug auf den Schutz von Natur und Umwelt. h

 

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